Wie bei "Begegnungen" interessiert mich hier am Anfang das "vojeuristische" an der Situation: Menschen - sichtbar, aber nicht ansprechbar - bei alltäglichen Situationen. Dazu die Spiegelungen des Außenraumes in den Schaufenstern: ineinander verschmelzende Ebenen – ein Thema, welches mich schon immer gereizt hat.
Mit "Caffeteria" schiebt sich plötzlich noch eine andere Ebene in das Blickfeld: der Betrachter sieht von Außen in das Café, wird im Inneren aber mit dem Außenraum konfrontiert. Der Innenraum - in diesem Falle das Café - ist nur im Spiegel auf der linken Seite und den Spiegelungen in den Fensterscheiben zu erahnen.
Somit steigt die Verwirrung: die Szene wird unklar. Eine auf den ersten Blick eigentlich ganz einleuchtende und banale Komposition muss hinterfragt werden.
Hier entsteht eine Forderung, die ich schon seit vielen Jahren in meinem Stil 'Evolution' verfolge:
SCHAU HIN!
Ebenen schieben sich ineinander und verschmelzen mit einander. Die Bilder vereinen - wie das richtige Leben - unterschiedliche Blickwinkel in sich und verlangen eine genaue Beobachtung des eigenen Standpunktes und der eigenen Filter.