Eine Serie über diese Zeit, oder eine andere - auf jeden Fall über die Menschen:
Mit großer Ignoranz ertragen wir das Spiel, dessen Regeln andere schreiben.
Zahlenjongleure präsentieren uns täglich ihre neuen Konstrukte, welche so absurd sind, dass wir sie nicht begreifen.
Also sehen wir lieber nicht hin.
Aber wir können den schlechten Geruch nicht ignorieren: Hier ist etwas faul!
Auch wenn die Zahlen durch die Banken-, Währungs- und Wirtschaftskrise eine erschreckende Aktualität erhalten haben, sind sie nur ein Synonym für jene Regeln, unter denen - mindestens die westlichen - Gesellschaften schon immer funktioniert haben.
Immense Größe, deren Dimensionen nicht mehr begreifbar ist, soll das Volk klein machen, damit es besser zu führen ist.
Auf diese Bild treffen wir bei den katholischen Kirchen, deren Schiffe so überhöht sind, dass sich der Gläubige seiner Nichtigkeit bewust wird und nicht an der Rchtigkeit der postulierten Aussagen zweifeln kann.
Die uns heute präsentierten Zahlen sind so unfassbar, dass wir sie nicht mit den für uns direkt relevanten Kosten vergleichen können.
Somit regen wir uns kurz auf, blenden diese Zahlen und Konsequenzen dann aber lieber aus - wir können sowieso nichts daran ändern.
Also kümmern wir uns lieber wieder um die viel wichtigere Frage der Aufstellung unserer Nationalmannschaft und die ausgefallenen Helden.
Wer erinnert sich noch nach einer Woche an die Zahlen 110 000 000 000 oder 750 000 000 000?